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Havelsee News – In Seelensdorf ist der Braunbär los

Domstiftsforstmeister Friedrich Hinz (l.) und Ernst Kaiser vor dem neuen Seelensdorfer Wahrzeichen. Aus einem Eichenstamm hat der Holzschnitzer einen Braunbären geschnitzt.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Der Wolf war gestern. Tief im Seelensdorfer Waldgebiet wurde ein Braunbär gesichtet. Dieser Bruno ist allerdings harmlos. Denn er ist aus Eichenholz geschnitzt. Was es mit dem neuen Wahrzeichen auf sich hat.

Die Seelensdorfer nennen ihn Bruno. Doch ein Problembär aus Fleisch und Blut ist dieses hoch aufgerichtete Exemplar nicht. Friedlich nimmt Bruno Witterung in Richtung Ortseingang auf. Die Ohren sind gespitzt. Seine kleinen Augen richten sich auf jeden Ankömmling, der auf der einzigen Zufahrtstraße die kleine Siedlung erreicht. Wie ein mittelalterlicher Roland steht er da. Über zwei Meter hoch begrüßt der Braunbär die Friedliebenden. Doch immer bereit, das Böse vom Dorf und seinen rund 30 Menschen abzuwehren. Das vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnte Seelensdorf hat ein neues Wahrzeichen. Neben dem Glockenstuhl unter freiem Himmel ist es jetzt ein aus dem Stamm einer Windwurfeiche geschnitzter Bär, der alle Blicke auf sich zieht. Im Auftrag des Domstiftsforstamtes ist die tierische Skulptur unter den Händen von Ernst Kaiser entstanden, der in der Region für zahlreiche Arbeiten aus Holz bekannt ist. Unter anderem schuf er 2015 die Osterinsel-Figuren für das Buga-Gelände in Premnitz, die inzwischen im Rathenower Optikpark einen endgültigen Standort gefunden haben. „Die Arbeit war für mich eine Premiere. Einen Bär habe ich noch nie geschnitzt“, freut sich Kaiser. Wobei man sich das Schnitzen bei ihm nicht mit einem Taschenmesser vorstellen darf. Am aufrecht stehenden Stamm hantiert der Seelensdorfer, der beruflich im benachbarten Sägewerk arbeitet, mit Kettensäge, Fräse und Bildhauereisen. Im Januar begann er den Bären aus der Eiche zu hauen. Vor wenigen Tagen kam Bruno per Gabelstapler auf seinen von Hackschnitzeln umsäumten Platz. (Quelle: MAZ – Den ganzen Beitrag könnt ihr hier lesen.)

Anlass für die Geburt des Bären sind die Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen Seelensdorfs, die in den nächsten Monaten wohl mehr Besucher als in der Vergangenheit anlocken dürften. Dazu gehört der traditionelle Gottesdienst im Grünen und die berühmte Trophäen- und Abwurfstangenschau im September. „Der Bär soll die Gäste symbolisch begrüßen“, erklärt Domstiftsforstmeister Friedrich Hinzdie Idee.

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